Arbeit und Beruf
Die Arbeit war immer ein Mittel des Lebensunterhalts. Zuerst entwickelte sich das Handwerk. Mit der Entfaltung der Industrie und der Wirtschaft wurden neue fachmännische Berufe nötig. Immer mehr Berufe erfordern heute eine bessere Qualifikation.
Zur Zeit der kommunistischen Regierung musste niemand um seine Arbeit fürchten, denn nach der Verfassung hatte jeder ein Recht darauf und musste sich nicht darum bemühen. Heute, in der Zeit der Konkurrenz, ist es anders: Niemand hat seine Arbeit ganz sicher. Die Konkurrenz zwingt uns, besser zu arbeiten, damit wir unseren Posten nicht verlieren. Die neuen Unternehmer gründen Geschäfte, Gesellschaften und Betriebe und widmen ihrer Arbeit viel mehr Zeit als früher.
Die Arbeit ist eine zielbewusste menschliche Tätigkeit zwischen dem Menschen und der Natur. Durch die Arbeit unterscheidet sich der Mensch von den Tieren, denn er hat die Natur gezwungen, ihm Dienste zu leisten. Wir teilen die Arbeit in physische (manuelle) und geistige Arbeit, in produktive Arbeit und in Arbeit, die zwar nichts produziert, aber als wissenschaftliche oder leitende Arbeit sehr wichtig und unentbehrlich (nepostradatelná) ist.
Die Arbeit ist sinnvoll und veredelt den Menschen. Ohne Arbeit würden wir uns langweilen. Es gibt verschiedene Berufe, die wir ausüben können. Jeden Beruf kann man erst nach der entsprechenden Ausbildung, Schulung oder Lehre ausüben. Jede Arbeit ist wichtig und nützlich, wenn sie ordentlich und verantwortungsvoll gemacht wird. Die beste Lösung wäre, wenn jeder von uns sein Hobby zum Beruf machen könnte.
Das Erwerbsleben: Der Arbeiter verdient seinen Lohn, der Angestellte sein Gehalt, der Beamte bekommt auch ein Gehalt; in Deutschland ist er in einem besonderen Dienstverhältnis zum Staat (er hat einen Eid geleistet, dem Wohl des Volkes zu dienen) und kann nicht gekündigt werden. Die Beziehungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer regelt der Arbeitsvertrag, der gekündigt werden kann. Der Arbeitslose bekommt dann Arbeitslosengeld – das gehört zur sozialen Sicherheit.
Der Traumberuf
Jeder träumt von einem guten Job. Was dazu gehört, ist aber sehr relativ: Für jemanden ist das Geld am wichtigsten, für einen anderen die Kollegen und die Atmosphäre am Arbeitsplatz, für einen dritten die Arbeit selbst, die ihm Spaß macht. Wichtig sind auch die Arbeitszeit, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, Karrieremöglichkeiten und genug Freizeit. Manche Menschen haben schon seit ihrer Kindheit einen Traumberuf, andere können sich lange nicht entscheiden.
Die Wahl beginnt schon mit fünfzehn: Nach der Grundschule geht man entweder in eine Berufsschule (drei Jahre, Abschlussprüfung, dann z. B. Friseur, Handwerker, Verkäufer) oder in eine Mittelschule mit Abitur, das bessere Möglichkeiten bietet. Nach dem Abitur kann man an einer Universität oder Hochschule studieren und einen Titel bekommen (Bachelor, Magister, Ingenieur). Dann hat man meistens die besten Chancen auf eine gute Arbeit und einen höheren Lohn.
Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit betrifft alle Generationen und fast alle Berufe. Am schwersten haben es ältere Leute, denen nur ein paar Jahre zur Rente fehlen – die Arbeitgeber wollen sie nicht mehr einstellen –, und Absolventen, die zwar oft gut qualifiziert sind, Fremdsprachen und Computer beherrschen, aber keine Berufserfahrung haben. In großen Städten (vor allem in Prag) gibt es fast keine Arbeitslosigkeit, schlimmer ist es in Regionen, wo früher Kohle gefördert wurde und Fabriken geschlossen wurden údaj z doby vzniku textu; v posledních letech je nezaměstnanost v ČR jedna z nejnižších v EU. Die jüngeren Menschen ziehen in größere Städte, die älteren bleiben zu Hause.
Die Bewerbung
Wenn man sich um eine Stelle bewirbt, sucht man zuerst Stellenanzeigen (in der Zeitung, im Internet, beim Arbeitsamt). Dann schickt man ein Bewerbungsschreiben (siehe Thema Dienstleistungen), einen Lebenslauf und Zeugnisse. Wenn die Firma Interesse hat, wird man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort sollte man gepflegt aussehen, pünktlich sein, sich gut vorbereiten und Fragen zur Firma, zur Arbeitszeit und zum Gehalt stellen.
Der Lebenslauf (tabellarisch): persönliche Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Kontakt), Schulbildung, Berufserfahrung (Praktika, Ferienjobs), Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, Führerschein, Hobbys, Ort, Datum, Unterschrift.
Berufe
- Handwerker: r Tischler – truhlář, r Maurer – zedník, r Elektriker, r Klempner – instalatér, r Maler – malíř (pokojů), r Mechaniker, r Bäcker, r Fleischer, r Koch, r Friseur / e Friseurin
- Dienstleistungen: r Verkäufer, r Kellner, r Kaufmann, r Polizist, r Feuerwehrmann – hasič, r Busfahrer, r Briefträger – pošťák
- mit Hochschulbildung: r Arzt, r Tierarzt – zvěrolékař, r Zahnarzt, r Apotheker, r Lehrer, r Ingenieur, r Architekt, r Rechtsanwalt – advokát, r Richter – soudce, r Programmierer, r Wissenschaftler – vědec, r Journalist, r Dolmetscher – tlumočník
- in der Firma: r Manager, r Direktor, e Sekretärin, e Assistentin, r Buchhalter – účetní, r Unternehmer – podnikatel
- Kunst: r Schauspieler / e Schauspielerin – herec / herečka, r Sänger / e Sängerin, r Musiker, r Maler – malíř
Wortschatz
- e Arbeit – práce, r Beruf – povolání, r Job, e Stelle – místo, r Arbeitsplatz – pracoviště
- r Arbeitgeber – zaměstnavatel, r Arbeitnehmer / r Angestellte – zaměstnanec, r Arbeitsvertrag – pracovní smlouva
- e Vollzeitarbeit – plný úvazek, e Teilzeitarbeit – částečný úvazek, e Arbeitszeit – pracovní doba, im Homeoffice arbeiten
- r Lohn – mzda, s Gehalt – plat, gut verdienen – dobře vydělávat, schlecht bezahlte Arbeit
- e Arbeitslosigkeit – nezaměstnanost, r Arbeitslose – nezaměstnaný, s Arbeitslosengeld – podpora v nezaměstnanosti, e Arbeitslosenquote – míra nezaměstnanosti, r Obdachlose – bezdomovec
- sich bewerben um + Akk. – ucházet se o, einstellen – přijmout, kündigen – dát výpověď, entlassen – propustit
- in Rente gehen – jít do důchodu, r Rentner – důchodce
- jobben – brigádničit, r Ferienjob – letní brigáda, s Praktikum – praxe
Fragen
- Warum arbeiten die Menschen? Welche Arten der Arbeit gibt es?
- Was ist für Sie bei der Arbeit am wichtigsten – das Geld, die Kollegen oder die Arbeit selbst?
- Was ist Ihr Traumberuf? Was möchten Sie nach dem Abitur machen?
- Was kann man nach der Grundschule und nach dem Abitur machen?
- Wen betrifft die Arbeitslosigkeit am meisten und warum?
- Wie bewirbt man sich um eine Stelle? Was gehört in einen Lebenslauf?
- Jobben Sie neben der Schule? Welche Erfahrungen haben Sie?
- Ist es wahr, dass Männer mehr verdienen als Frauen?