Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Wolfgang Amadeus Mozart ist der berühmteste österreichische Komponist, dessen Musik Millionen Menschen beeinflusst hat. Er wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg in der Getreidegasse Nr. 9 geboren. Schon als Vierjähriger bekam er von seinem Vater Leopold regelmäßig Musikunterricht. Er hatte eine ältere Schwester, Nannerl ve skenu „mladší“; Nannerl byla o pět let starší, mit der er als Kind bei der Kaiserin Maria Theresia in Wien gespielt hat. Später verstand sich der geniale Komponist nicht gut mit den Herrschenden am Hof, besonders wegen seiner Oper „Figaros Hochzeit“.
Mozart ist auch für Prag von Bedeutung. Die Oper „Don Giovanni“, die am 29. Oktober 1787 im Ständetheater uraufgeführt wurde, widmete er „seinen Pragern“. Bekannt ist auch die sogenannte „Prager Sinfonie“. In Prag wohnte er in der Villa Bertramka bei der Familie Dušek.
Mozarts Schaffen ist vielseitig: Sinfonien, Opern (z. B. „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“, „Die Zauberflöte“), Sonaten, Instrumentalkonzerte, Lieder und Messen. Zu seinen kleineren Kompositionen gehören das „Ave verum“ und „Eine kleine Nachtmusik“, seine letzte Komposition war das Requiem, das er nicht mehr vollendete.
In Mozarts Geburtsstadt Salzburg finden jährlich die Salzburger Festspiele statt. In der Getreidegasse Nr. 9 befindet sich heute ein Museum. Die Musikuniversität und die Internationale Stiftung, die die Festspiele mitbegründet hat, tragen den Namen Mozarteum. Die ganze Stadt lebt von ihrem berühmtesten Sohn.
Die deutsche Musik
Zu den wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Musik gehören vor allem J. S. Bach, G. F. Händel, L. van Beethoven, Richard Wagner und Richard Strauss.
Johann Sebastian Bach (1685–1750), in Eisenach geboren, ist der größte Barockkomponist. Seine wichtigsten Werke sind Kompositionen für Orgel, Cembalo, Klavier, Streich- und Blasinstrumente, über 200 Kantaten, das „Weihnachtsoratorium“ und die „Brandenburgischen Konzerte“. In Leipzig war er Kantor der Thomaskirche und leitete den Thomanerchor.
Georg Friedrich Händel (1685–1759), in Halle geboren (hier finden jährlich die Händel-Festspiele statt), ist Autor von Oratorien und Orgelkonzerten. Er lebte lange in London; sein bekanntestes Werk ist das Oratorium „Der Messias“ mit dem „Halleluja“, bekannt sind auch die „Wassermusik“ und die „Feuerwerksmusik“.
Ludwig van Beethoven (1770–1827), in Bonn geboren, ist einer der größten deutschen Komponisten. Seine erste Schaffensperiode stand noch im Zeichen des Klassizismus, später war sein Schaffen von den Ideen der Französischen Revolution und des Humanismus beeinflusst. Er lebte in Wien und wurde später taub. Seine berühmtesten Kompositionen sind die einzige Oper „Fidelio“, die Sinfonien „Eroica“ (Nr. 3), die „Schicksalssinfonie“ (Nr. 5), die „Pastorale“ (Nr. 6), die letzte, 9. Sinfonie mit dem Schlusschor nach Schillers Gedicht „An die Freude“ (heute die Hymne der EU), die Klaviersonaten (z. B. die „Mondscheinsonate“) und die Violinsonaten, z. B. die „Frühlingssonate“ und die „Kreutzersonate“.
Richard Wagner (1813–1883) war ein Vertreter der Neuromantik und Schöpfer einer neuen Form der Oper – des musikalischen Dramas. Er ersetzte Arien und Rezitative durch eine dramatische Melodie und für jede bedeutende Idee, Situation oder Person benutzte er das „Leitmotiv“. Bekannte Opern sind „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“, die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“, „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“. Sein letztes Werk ist die Oper „Parsifal“. Wagner schrieb die Libretti für die meisten seiner Opern selbst. Seine Opern spielt man jedes Jahr bei den Bayreuther Festspielen.
Richard Strauss (1864–1949) ist die große Persönlichkeit der Spätromantik in der Musik. Er setzte die Tradition der Wagnerschen Oper fort. Außer den Opern „Salome“, „Elektra“ und der komischen Oper „Der Rosenkavalier“ schrieb er auch sinfonische Dichtungen wie „Till Eulenspiegel“ und „Don Juan“.
Die österreichische Musik
Wien ist die Stadt der Musik. Neben Mozart lebten und wirkten hier Joseph Haydn (1732–1809, der „Vater der Sinfonie“; seine Melodie ist heute die deutsche Nationalhymne), Franz Schubert (1797–1828, über 600 Lieder, die „Unvollendete“ Sinfonie) und die Walzerkönige Johann Strauß Vater und Sohn (der Walzer „An der schönen blauen Donau“, die Operette „Die Fledermaus“). Im 20. Jahrhundert waren es Gustav Mahler (in Böhmen geboren) und Arnold Schönberg, der Begründer der Zwölftonmusik. Weltbekannt sind die Wiener Philharmoniker mit ihrem Neujahrskonzert, die Wiener Staatsoper und die Wiener Sängerknaben.
Ich und die Musik
Über das eigene Verhältnis zur Musik kann man so sprechen: Welche Musikrichtung höre ich gern – Pop, Rock, Hip-Hop, Jazz, elektronische Musik, klassische Musik, Folk? Wann und wo höre ich Musik (auf dem Handy, im Radio, im Konzert, auf einem Festival)? Wer ist meine Lieblingsband oder mein Lieblingssänger? Spiele ich ein Instrument oder singe ich im Chor? Welche Rolle spielt die Musik in meinem Leben?
Wortschatz
- e Musik, r Komponist, komponieren, s Werk, e Komposition, s Lied – píseň
- e Sinfonie, e Oper, e Operette, s Oratorium, e Kantate, e Sonate, s Konzert, e Messe – mše
- s Orchester, r Dirigent, r Chor – sbor, r Sänger / e Sängerin, e Band – kapela
- Instrumente: s Klavier, e Orgel – varhany, e Geige / e Violine – housle, s Cello, e Gitarre, e Flöte – flétna, e Trompete, s Schlagzeug – bicí, s Cembalo
- ein Instrument spielen, singen, Musik hören, ins Konzert gehen, e Uraufführung – premiéra
Fragen
- Erzählen Sie über das Leben und Werk von W. A. Mozart. Welche Beziehung hatte er zu Prag?
- Welche deutschen Komponisten kennen Sie? Nennen Sie ihre bekanntesten Werke.
- Warum nennt man Wien die Stadt der Musik?
- Welche tschechischen Komponisten kennen Sie (Smetana, Dvořák, Janáček, Martinů)?
- Welche Musik hören Sie gern und wann?
- Spielen Sie ein Instrument? Gehen Sie ins Konzert oder auf Festivals?